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        Eine europ?ische überzeugung:

        Weltoffenheit

        Chinesen lieben deutsche Autos und italienische Mode. Amerikaner kaufen elektronische Spielzeuge und Textilien aus Asien. Wir Europ?er trinken Orangensaft aus Florida, Kaffee aus Mittelamerika und schauen TV-Serien aus Hollywood. Viele Produkte, mit denen wir t?glich im Alltag umgehen, gibt es nur, weil sie grenzüberschreitend gefertigt werden.
        In Zeiten der Globalisierung wird der Austausch mit L?ndern au?erhalb der EU immer wichtiger. Der weltweite Handel verbessert unser Leben. Umgekehrt beruhen viele Jobs und ein gro?er Teil unseres Wohlstands darauf, dass Europa seine Produkte in die ganze Welt verkaufen kann. Viele der gro?en Wachstumsm?rkte liegen au?erhalb der EU – Weltoffenheit ist daher eine Chance für Europa.

        Freier Handel braucht Engagement

        Doch leider sind freier Handel und weltweite Zusammenarbeit bedroht. In Amerika setzt Pr?sident Donald Trump auf ?America First“ statt Freihandel. China schottet sich nach wie vor ab für Unternehmen aus Europa. Und auch die EU tut sich schwer mit der ?ffnung neuer M?rkte: Zu einem Freihandelsabkommen mit Kanada konnte sich Europa nur mit gro?er Mühe durchringen, ein Handelsvertrag mit den USA liegt trotz langer Verhandlungen auf Eis.
        Für freien Handel braucht es den unermüdlichen Einsatz der Politik. Zwar ist es Sache der Unternehmen, Kunden in anderen Erdteilen zu finden und ihre Waren dorthin zu verkaufen. Das aber kann nur sinnvoll gelingen, wenn zum Beispiel auf ausl?ndische Waren keine Z?lle erhoben werden, sie also nicht teurer gemacht werden, als sie sein müssten.

        Interessenvertretung auf Augenh?he

        Diese Bedingungen für den Austausch mit anderen L?ndern und Kontinenten auszuhandeln, kann die EU besser als ihre einzelnen Mitgliedsstaaten. In Europa m?gen L?nder wie Deutschland, Italien oder Frankreich Gewicht haben – doch im Vergleich zu Superm?chten wie den USA oder China sind sie nicht gro? genug. Die EU mit ihren mehr als 500 Millionen Bürgern kann dagegen die Interessen von uns Europ?ern weltweit auf Augenh?he vertreten.
        Und tats?chlich gibt es positive Signale. Mit Japan hat sich Europa gerade erst auf ein neues Freihandelsabkommen geeinigt. Mit Mexiko und einem Verbund südamerikanischer Staaten sind die Verhandlungen weitgehend abgeschlossen.
        Diesen Weg muss die EU weitergehen und auf den Austausch mit anderen L?ndern in der Welt setzen – vielleicht heute mehr denn je. Denn wenn andere Staaten nur auf sich selbst schauen, muss sich Europa umso mehr für den freien Handel einsetzen.

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